Mash-up: Das Ruhrgebiet im Internet

29 Nov 2007 | veröffentlicht von thomas |

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Oft und zu recht beklagt wird die nach außen uneinheitliche Selbstdarstellung des Ruhrgebiets. Dies spiegelt sich auch im Internet wieder, auch hier findet sich unter www.ruhrgebiet.de nur eine unter vielen Informationsquellen, nicht aber “das Ruhrgebietsportal”. Bis zu einem gewissen Grad ist das ja aufgrund der schieren Fülle von Informationen verständlich [Google-Suchergebnis "Ruhrgebiet", Ruhrlinks von Ruhrstruktur oder Reviersternchens Linksammlung].

Hier eine kleine Übersicht dessen, was ein “Ruhrgebietsportal” mindestens integrieren müsste um nicht völlig überflüssig zu sein - und warum dies aus verschiedenen Gründen kaum praktikabel ist. Und als Alternative zur allumfassenden Neuauflage auch ein anderer Ansatz.

Ausgangspunkt: www.ruhrgebiet.de

Ein Ausgangspunkt könnte das Angebot des Regionalverbandes Ruhr sein, www.ruhrgebiet.de. Sie tritt ja durchaus mit dem Anspruch eines Ruhrgebietsportals an. Allerdings gibt es noch ein paar “to dos”

  • Es gibt kaum eine Möglichkeit der Interaktion. Denkbar wären ja Blogs, auf denen die beschriebenen Sehenswürdigkeiten diskutiert werden können. Das entsprechende Potential an ruhrgebietsaffinen Bloggern wird aber bereits durch  Der Westen und eine ganze Reihe von Privatblogs mit Ruhrgebietsbezug vereinnahmt. Es ist sehr fraglich, ob man hier ein zusätzliches Angebot mit ausreichenden Nutzerzahlen etablieren könnte. Selbst der Westen mit der WAZ im Rücken klagt über verhaltene Nutzerzahlen.
  • Was aktuelle Kulturangebote angeht, dürfte das Informationsangebot nicht hinter http://www.ruhr-guide.de/ und http://www.kultur-im-ruhrgebiet.de/ zurückstehen.
  • Ein “Ruhrgebietsportal” das den hochtrabenden Namen verdient, sollte zudem auch Kristallisationspunkt einer Community werden, die sich zum Thema (und vermittels der Plattform) austauscht. Auch hier sind die Konkurrenzangebote bereits gut aufgestellt: es gibt ein Xing-Gruppe Ruhrgebiet , eine ganze Reihe mehr oder minder aktiver Communities (z.B. http://www.ruhrpottforum.de mit 11.000 Usern), zum Teil auich auf Stadtniveau (http://www.meincastrop.de ). Welchen Mehrwert würde ein “Ruhrgebietsportal”  gegenüber den bestehenden Angeboten bieten?
  • Schließlich wäre zu überlegen, welcher Informationsumfang zur Region vorgehalten werden soll (wirtschaftlich, geschichtlich, geografisch), der über aktuelle Veranstaltungshinweise hinaus geht und wer diesen erstellt und pflegt. Hierzu wäre entweder eine eigene Redaktion notwendig, oder die Mithilfe ehrenamtlicher Helfer. Die sind aber bereits aktiv, zum Beispiel in der Wikipedia. (Wikipedia-Eintrag Ruhrgebiet, Wikipedia Portal Ruhrgebiet)

Alternative: “Mash-up Ruhr”

Auf den ersten (und zweiten) Blick gibt es nichts, was es zum Thema “Ruhrgebiet” nicht schon geben würde, inkl. Videos auf Youtube.com. Allerdings ist es schwer verstreut, auf verschiedenen Plattformen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sinnvoller, als diese Informationen und Services nun noch einmal redundant anzubieten, wäre doch die Überlegung, wie die vorhandenen Informationen integriert werden können.

Das wird natürlich auf einige organisatorische (“mein Content bleibt auf meiner Seite!”) und technische Probleme (abweichende Datenformate, keine durchgängig sauberen Standards/XML usw) treffen. Die scheinen aber immer noch kleiner, als der Versuch, die eierlegende Wollmilchsau “XINGoogleYoutubeMySpaceWikipediaRuhr” zu kreieren.

Aussicht auf Erfolg?

Ein zentrales Informationsportal zum Ruhrgebiet wäre sicherlich wünschenswert, insbesondere im Hinblick auf ausländische Gäste, die ja 2010 zu erwarten sind. Allerdings gelingt es derzeit ja kaum, darauf abgestimmte Maßnahmen der Tourismusförderung zu koordinieren. Das macht doch sehr skeptisch, ob eine Zusammenführung/Kooperation der vorhandenen Informationsangebote einfacher vonstatten geht.

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