Arme kleine Blogosphäre …

22 Nov 2007 | veröffentlicht von thomas |

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Verschiedendlich wird geklagt, dass die deutsche Blogger-Szene sich in einem beklagenswerten Zustand befindet. Festgemacht wird das dann an …
 

  • vergleichsweise niedrigen Erlösen, die aus der Vermarktung deutschsprachiger Blogs zu erzielen sind (wobei ich 3.500 Euro schon für nettes Geld halte)
  • der geringen Zahl von kolportierten 133.300 deutschsprachigen Blogs
  • der “Flucht” von reinen “Social Bloggern” zu Facebook, Twitter und Co, die dort “ihren Bekanntenkreis über die zuletzt konsumierten Kaffeemischungen zu informieren”.
  • und endet in der etwas registrierten Feststellung “Besser gehts nicht, in Deutschland

Da stellt sich doch die Frage, ob die Lage wirklich so traurig ist wie der Ton. Dass sich mit deutschsprachigem Content der ganz große Reibach nicht machen lässt, zieht sich durch alle Medien, das ist kein Blogphänomen. Es ist anzunehmen, dass die Gesamterlöse der besten finnischen Blogs auch überschaubar sind. Da stehen Anzahl der Muttersprachler und Kontostand eben in sehr enger Verbindung. (siehe hierzu auch die Reichweiteneinschätzung von lumma.de)

Und ob 133.000 Blogs viel oder wenig ist, ist eben eine Frage der Einstellung. Dem ein oder anderen Blog (diesem hier etwa) kann man ja durchaus die Sinnfrage stellen. Noch zehn von der Sorte machen die Welt ja nicht schon dadurch besser, das es nun zehn mehr sind. Und neue Plattformen für Kommunikation und Nabelschau zu nutzen, die dafür besser geeignet sind, kann ja auch nicht ernsthaft als Vorwurf dienen.

Noch ein paar Beiträge zum Thema Blogvermarktung:

mehr zum Thema :

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  1. 5 Kommentare zu “Arme kleine Blogosphäre …”

  2. von Roland am 23 Nov 2007 | kommentieren

    Hi Thomas,

    da es ja nun Services wie Twitter gibt, sollte das Thema “Kaffeemischungen” in Blogs nicht mehr so oft vorkommen. Ich geb Dir recht, eine steigende Quantität wird sicherlich auch die Zahl der qualitativ geringerwertigen Blogs erhöhen. Sehr viel stärker noch als die Zahl der qualitativ hochwertigen Blogs – wenn man mal an ein übliches Pyramidenmodell denkt. Aber es würde eben netto dennoch sehr viel mehr qualitativ hochwertige Blogs geben. Die Pyramide wäre auch an der Spitze breiter – und vielleicht wäre sie sogar höher.

  3. von thomas am 23 Nov 2007 | kommentieren

    Da hast Du im Prinzip sicher recht, auch wenn sich die Frage stellt, ob die Anzahl von Menschen, die ein “blogtaugliches” Thema haben nicht doch schlicht endlich ist.

    Einige Blogs (dieses hier ausdrücklich nicht ausgenommen) haben ja doch bedeutend mehr Redundanzen als wirklich neue Erkenntnisse zu bieten. Und auch wenn das Hin- und Her-Zitieren ganz unterhaltsam ist und (ähnlich wie beim akademischen Fußnotensammeln) Fleiß und Überblick demonstriert, bringt es ja keinen besonderen Erkenntnisgewinn.

    Ich habe wirklich Zweifel, ob ein Zuwachs an qualitativ guten Blogs mit neuen Ideen nicht gewissermaßen naturgesetzlich in einem viel größeren Wust an “Ich-hab´s-auch-gelesen-und-Kaffemischungen”-Blogs untergehen wird.

    Aber da wir das ja zum Glück beide weder entscheiden müssen noch beeinflussen können, schauen wir der Sache mal gelassen entgegen. Zumindest einen quantitativen Beitrag haben wir ja jetzt geleistet :-)

  4. von thomas am 26 Nov 2007 | kommentieren

    Zum weiteren Stand der Debatte s. auch

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